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Kim Hansert

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Artikel von Kim Hansert

Cover Why toxic positivity is a thing
08.06.2022
Why toxic positivity is a thing

Noch nie stand mentale Gesundheit so sehr im Scheinwerferlicht der Gesellschaft wie in der heutigen Zeit. Gaslighting, Opfermentalität, Blackmailing – vor allem für das Thema emotionaler Manipulation wird nach und nach mehr Bewusstsein geschaffen. Dabei lag der Fokus bisher vor allem auf den negativen Verhaltensweisen unserer Mitmenschen und wie man sich vor diesen schützen kann.

Dabei rutscht ein Phänomen heimlich durch das Raster: toxic positivity. Stille. Okay, wie genau kann denn jetzt etwas Positives toxisch sein? Ein Oxymoron in sich selbst! Nicht unbedingt – und ich erkläre auch, wieso.

Cover Warum „Du bist so reif für dein Alter“ häufig kein Kompliment ist
29.04.2022
Warum „Du bist so reif für dein Alter“ häufig kein Kompliment ist

Würde ich jedes Mal einen Euro für meinen schwermütigen Seufzer bekommen, sobald jemand als „sehr erwachsen für sein Alter“ bezeichnet wird, wäre ich relativ wohlhabend. Relativ wohlhabend und anhaltend betroffen. Denn daran gemessen, warum eine Person oft älter wirkt, als ihr Ausweisdokument bestätigen lässt, sollte eigentlich eher latente Besorgnis anstatt beeindrucktes Schulterklopfen folgen.

Disclaimer: Ich möchte niemanden aus Angst vor psychologischer Inkorrektheit entmutigen, Mitmenschen Anerkennung entgegenzubringen. Betrachtet es mehr als exklusiven Besucherausweis für die Backstage-Area des Theaters, das das Leben so spielt.

Cover Der Like-Faktor – wie du dich bei anderen beliebt machst
01.06.2021
Der Like-Faktor – wie du dich bei anderen beliebt machst

Nichts lässt unser prähistorisches Ego zufriedener schnurren als die erfrischende Genugtuung von unseren Mitmenschen gemocht zu werden. Das Prädikat „zwischenmenschlich für gut empfunden“ schwebt daher wie ein Damokles-Schwert über jeder Interaktion und kann für das Herdentier Mensch mitunter genauso essenziell sein wie die Luft zum Atmen. Doch wie genau erreicht man denn Sympathie? Das Ganze verhält sich etwas wie 9-Klasse Physikunterricht: Irgendwie sollte es ja echt nicht schwer sein, aber irgendwie ist es genau das. Einmal die Suchleiste mit „Wie hinterlasse ich einen guten Eindruck?“ gefüttert, schon wird man mehr oder weniger sanft ins Epizentrum eines regelrechten Informations-Tornados geschoben. Banale Anweisungen wie „Lächeln, damit man freundlich wirkt“ oder „Haare und Fingernägel gepflegt halten“, lassen einen leicht verzweifelt und halb beleidigt feststellen, dass die meisten angepriesenen „Tipps“ lediglich das kleine 1x1 der Höflichkeits-Etikette rezitieren. Da dies zweifellos nicht den Zenit der Weisheit darstellen kann, sind also Ratschläge gefragt, die mehr beinhalten als 0815-Basics der Zwischenmenschlichkeit.

Cover Einvernehmlicher Sex und Konsens – eine Ode
27.07.2021
Einvernehmlicher Sex und Konsens – eine Ode

Dass Sex beiderseits (dreierseits, viererseits, …) einvernehmlich stattfinden sollte – und auch nur dann – ist eine Standard-Indoktrination, die bei jedem Teenie sofortiges Augenrollen hervorruft, welcher gerade "dieses eine" Gespräch ertragen muss. Weil: „Ja, ja schon klar – hab‘s kapiert“.
Doch riskiert man einen Blick in die wilde, weite Welt, darf man gerne auch schockiert feststellen, dass es irgendwie doch noch nicht überall angekommen zu sein scheint. Aufgrund aktueller Ereignisse fanden meine Fingerspitzen wie in einem wabernden Fiebertraum wütend tippend die Tasten. Das Ergebnis manifestiert sich in einer neuen Episode der „Dinge, die die Welt immer noch nicht zu verstehen scheint“. Ich präsentiere leicht verärgert und so gar nicht stolz: „Asking for consent“.

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