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Robin Fischer

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Artikel von Robin Fischer

Cover Der Krieg ist Realität. Damit müssen wir jetzt leben – Kann mir jemand sagen, wie?
16.05.2022
Der Krieg ist Realität. Damit müssen wir jetzt leben – Kann mir jemand sagen, wie?

Sonnenstrahlen durchbrechen zum ersten Mal im Jahr die graue Wolkenfront. Von deren Freundlichkeit eingeladen, strömen Menschenmassen an all die Orte, die im Winter sonst kaum aufgesucht werden. Es ist die Zeit der Hobbyfotograf:innen und Straßenkünstler:innen. Die ersten großen Fotosessions des Jahres. Wohin man auch geht, sieht man die instagrammable Verrenkungen der Körper vor dem Hintergrund weißblühender Magnolien. Die Straßen, die Parks und vor allem die Sommerterrassen Berlins sind wieder mit Leben gefüllt. Auch mich ergreift diese aufkommende Euphorie der Frühlingsromantik. Ich entscheide mich, zu meinem besten Freund zu fahren.

Mein Zug fährt vom Berliner Hauptbahnhof. Wie immer treibt mich die Angst, diesen zu verpassen, etwas früher ans Bahngleis. Heute bin ich besonders früh da und sitze auf der einzig sonnengelegenen Bank mittig zwischen Gleis 13 und Gleis 14. Auf Gleis 14 steht ein ICE nach Zürich bereit und vor ihm tummeln sich die letzten Skiurlauber des Jahres. Ich beobachte aufmerksam eine Gruppe von Männern. Dosenbier trinkend beschallen sie mit lauter Après-Ski-Musik das Bahngleis. Sie lachen und sind sichtlich in Urlaubsstimmung. Für einen kurzen Moment verliere ich mich in der Beobachtung dieser Szenerie, bis die aus den Lautsprechern tönende Bahndurchsage meine Aufmerksamkeit wieder auf sich lenkt: „Auf Gleis 13 fährt ein: ICE 2308 aus Warschau. Vorsicht bei der Einfahrt.“

Cover Nach der Trennung die Selbstoptimierung: Muss das sein?
21.02.2022
Nach der Trennung die Selbstoptimierung: Muss das sein?

Trennungen – von Lebensabschnitten, Menschen, ja sogar Teilen der eigenen Identität – gehören zum Leben einfach dazu. Der französische Philosoph und Psychoanalytiker Paul Ricœur drückte dies einst so aus: „Man findet sich nur, indem man sich verliert.“

So schmerzhaft und unbegreiflich Trennungen manchmal auch sein mögen, so sind sie die unabdingbare Voraussetzung für die Entwicklung unserer eigenen Identität.

Dass nicht jede Entwicklung ein Fortschritt ist, davon handelt dieser Text.

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